Echt gerecht?!

 Ein Projekt für die ganze Schule zum „Fairen Handel“

 

Kooperationspartner: www.bezev.de (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit .e.V.) und Gäste aus dem Entwicklungsdienst (vermittelt über BtE – Bildung trifft Entwicklung)

 

 

1. Aktionstag

Wir basteln einen Globus aus Altpapier und lernen die Kontinente kennen.

Wir sprechen über den täglichen Müll in unserer Schule und wollen ihn reduzieren.

 

 

2. und 3. Aktionstag für die Eingangsstufenklassen

Wir beschäftigen uns mit den Themen „Bananen und Schokolade“.

Unsere ReferentInnen haben alle schon einmal im Entwicklungsdienst gearbeitet (vermittelt von BTE (Bildung trifft Entwicklung). Sie haben viele eigene Erfahrungen über die Arbeit auf Bananenplantagen, kennen Kakaofrüchte und wissen viel über die Herstellung von Schokolade.

Wir lernen faire Siegel kennen, vergleichen faire Schokolade mit herkömmlicher Schokolade und kennen die Regeln des fairen Handels. Dazu gehören:

  • Gute Arbeitsbedingungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter
  • Gerechter Lohn
  • Kinderarbeit ist verboten
  • Keine Pestizide
  • Bessere medizinische Versorgung und Schulen

Wir singen Lieder über Bananen und den Schokoladen-Rap und stellen faire Smoothies her.

 

 

2. und 3. Aktionstag für die 3. Klassen

Thema Wasser:

  • Der Wasserkreislauf
  • Wie spare ich Wasser
  • Die Bedeutung von Trinkwasser für die Welt
  • Was ist virtuelles Wasser? (z.B. im Hamburger, im Orangensaft, im T-Shirt)

 

2. und 3. Aktionstag für die 4.Klassen

Thema Kleidung:

  • Unter welchen Bedingungen wird unsere Kleidung hergestellt?
  • Was heißt: „Echt gerecht?!“ Für die ArbeiterInnen?
  • Aus Alt mach Neu! Eine Modenschau zum Thema „Upcycling“ – Färben von alten Baumwollsachen mit Kurkuma.

 

Präsentationsnachmittag am 22.03.2017

Wir laden unsere Familien zum „Echt gerecht!“-Nachmittag ein.

Eltern backen fairen Kuchen und faire Waffeln.

Es gibt eine Wingster Wasserbar des Wasserwerkes.

Die Landfrauen an der Oste bieten einheimischen Quark der Molkerei Hasenfleet an.

Kinder stellen faire Bananensmoothies her.

Herr Himmighofen vom Natureum Niederelbe stellt mit den Gästen Lippenbalsam her.

Herr Brandt stellt alte Apfelsorten vor.

Herr Heidmann als Abfallberater informiert zum Thema „Müll“.

Wir singen das Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ und erreichen eine Spende von 100 € für ein „Brot für die Welt“ Projekt.

Als Gast kommt auch die Fachberaterin für BNE Frau Birte Jochens vorbei.

Die NEZ berichtete am 29.03.2017 darüber. Hier geht es zum Zeitungsartikel.



Wir hatten Besuch aus vielen Ländern der Erde:

  • Die Gruppe Black and White mit Mitgliedern aus vielen afrikanischen Ländern.
  • Wir lernten viel über Afrika und haben an einem großen Trommelworkshop teilgenommen.
  • Theaterstück „In 90 Minuten um die Welt“ mit den Kichererbsen aus Österreich.
  • Ralf Westhagemann aus Uganda lebt in der Nähe unserer Partnerschule in Jinga und tauscht Filme von uns und den Kindern aus der Partnerschule aus.
  • Mestre Claudio aus der Nähe von Rio de Janeiro in Brasilien lehrt uns Capoeira.
  • Ruth Sanyu und Vincent kommen zu Besuch. Ruth organisiert eine Videokonferenz mit Kindern in Kampala/Uganda. Wir unterhalten uns über das Schulleben dort und bei uns. Weitere Infos finden Sie hier.
  • Die Brüder Jehn aus Deutschland singen Friedenslieder aus aller Welt mit uns und den Kindergartenkindern.
  • Janina, Ernesto und Faye aus Rio de Janeiro (Brasilien) besuchen die Schule und erzählen aus ihrem Leben.

Ein gutes Leben für Alle


Nachhaltiger Umgang mit Wasser - Projekttage im Mai 2015 für die 3. Klassen

V
om 18. bis 22.05.2015 führten wir gemeinsam mit dem Verein „bezev Entwicklung für alle“ Projekttage zum Thema „Nachhaltiger Umgang mit Wasser“ durch.


Es ging um folgende Bereiche:

  • Wieso, weshalb ist Wasser so wichtig? – Wasser auf der Erde
  • Wasser ist mein Recht – Wasser als Menschenrecht
  • Wasser im Kleiderschrank –Zusammenhang zwischen Wasser, Kleidung und Klima
  • Wieviel Wasser steckt in meinem Essen? Bewusstsein für regionale Produkte / bewusster Konsum

Im Rahmen unserer Pilotschularbeit zum Thema „Gutes Leben für alle“ freuen wir uns sehr, dieses Projekt mit 2 Referentinnen aus Nordrhein-Westfalen kostenlos an unserer Schule durchführen zu können und mit den Kindern gemeinsam über dieses wichtige Thema nachzudenken.

Finanziert wurde es von Engagement Global und dem BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), sowie durch Brot für die Welt.

Sabine Cordes

 

 

Weitere Infos finden Sie hier

 


Willkommen an der Schule Wingst

Dass sie aus der Fremde gut in der Wingster Schule angekommen sind, berichteten fünf Kinder ihren drei Mitschülerinnen und berichteten über die Unterschiede zu ihren Heimatschulen. Fotos: Kramp

Die Schule am Wingster Wald steht für gelebte Willkommenskultur. Als ausgewählte Pilotschule wird Wert auf Respekt für Mensch und Umwelt gelegt.

 

Diese Haltung bekräftigte auch das Mai-Forum, zu dem auch Eltern und Großeltern eingeladen waren. Ausdrücklich ging es dabei um „Gutes Leben für alle“. Dieses Motto schwebte als Banner über der gesamten Veranstaltungsstunde.

 

In Niedersachsen sind zwölf Grundschulen für das Pilotprojekt „Globale Entwicklung“ ausgewählt – eine ist die Wingster Schule. Und an allen Schulen fand Mittwoch zeitgleich ein Aktionstag für ein gutes Leben statt.

 

Die Wingster Schulleiterin Sabine Cordes legt mit ihrem Team seit Jahren auf vielfältige Weise großen Wert darauf, schon den Kleinen verantwortliches Handeln ans Herz zu legen und den Verstand zu wecken für Umweltthemen sowie für andere Kulturen – oder wie es in einem selbst geschriebenen Rap auf der Feierstunde hieß: „Es gibt nur die eine – und das ist unsere Welt.“

 

Kinder musizierten, führten Interviews und stellten in Spielszenen vor, was Verantwortung für die Welt und Umwelt bedeutet. Gefragt wurde auch die aus dem Irak stammenden Mutter Abtesam Abdullah Kheder, deren neunjähriger Sohn Yousif zu ihrer großen Zufriedenheit die Wingster Schule besucht. Wichtig ist ihr, dass ihre Kinder in Deutschland in Sicherheit sind und die Schule besuchen können. „Die Leute sind hier alle nett zu uns“, sagte sie über die Aufnahme der Familie.

 

Fünf Kinder aus Syrien und Afghanistan veranschaulichten Unterschiede zu ihren Heimatschulen und beeindruckten Landesschuldezernent Lars Mittelstädt mit den Deutschkenntnissen, die sie in nur wenigen Monaten an der Schule gesammelt haben. Noradit (11) sagte, im Klassenraum in Syrien habe man keine Magnettafeln und Computer und Hamid (9) schilderte, dass Schulobst, Musik- und Sportunterricht neu für sie seien.

 

Gegenwärtig werden 165 Kinder aus Wingst und Oberndorf beschult. Es ist ein kunterbunter Mix, denn die Eltern der Schülerinnen und Schüler stammen aus neun unterschiedlichen Nationen.

 

www.nez.de

05.05.2016 – 08:08 Uhr

von Wiebke Kramp